© Sabine Dörner

Die Sankt Adelphus Kirche in Salz

Seit vielen Jahrhunderten steht inmitten des alten Siedlungsraums am Salzbach die auf einem Berggrad erbaute Pfarrkirche. Schon von weitem erkennt der Besucher Turm und Kirchenschiff. Wegen der historischen und kirchlichen Bedeutung wurde das Gotteshaus 1986 unter Denkmalschutz gestellt.

Pfarrei ist vermutlich schon vor 1150 entstanden

Die heu­ti­ge Kirche wird um 1150 er­baut, 1211 wird erstmals ein Pries­ter Albert erwähnt und 1234 Pfarrer Wigand.

Teils wird die Entstehung der Pfarrei schon vor 1150 vermutet. Im Mittelalter erfolgte von Trier aus eine Missionierung der rechtsrheinischen Gebiete auch an der Lahn entlang bis nach Dietkirchen. Von dort wurde um 700 der christliche Glaube nach Norden ins Elbbachtal und seine Seitentäler verbreitet.

Ein geistlicher Mittelpunkt und Urpfarrei könnte das Gebiet um den Blasiusberg (Blesberg) mit einer Michaelskirche, später Blasiuskirche, gewesen sein. Aus dieser Urpfarrei wurden dann Pfarreien wie Gemünden und Salz herausgelöst. So lautet eine These des Heimatforschers Hellmuth Gensicke (Hellmuth Gensicke in: „Heimatchronik des Westerwaldkreises“, Köln, 1978 S. 95).

Die Reformation wurde nur für kurze Zeit wirksam und im Jahre 1564 mit der grundherrschaftlichen Übernahme des Gebiets durch Kurtrier beendet. Um 1580 (1662 bestätigt) wurden das „Oberkirchspiel“ um Kölbingen-Möllingen und die Pfarrei Hahn abgetrennt. Zum Erzbistum Trier (im 18. Jahrhundert war Joh. Philipp v. Walderdorff Kurfürst und Erzbischof) gehörte Salz bis zur Gründung des Bistums Limburg im Jahre 1827.

Heute gehören die Dörfer Salz, Girkenroth, Bilkheim, Weltersburg und Guckheim zur Pfarrei Salz.

Zeugnisse aus neun Jahrhunderten

Mittelpunkt der schon Ende des ersten Jahrtausends bestehenden Salzer Pfarrei war eine Pfarrkirche.

Ein Blattkapitell des 11. Jahrhunderts, angeblich aus Salz, jetzt in Schloss Molsberg, könnte in einer Vorläuferkirche seinen Platz gehabt haben. Die jetzige romanische Basilika ist wohl um 1150 erbaut und später durch einen spätgotischen Chorschluss ergänzt worden.

Die Seitenschiffe wurden nachträglich nach Westen verlängert. Nach dendrochronologischen Untersuchungen stammen die Holzproben aus den Jahren 1259, 1451, 1637 und 1839. Die Grabungen und die dadurch zu Tage gekommenen Bodenproben bei den Restaurierungs- und Renovierungsarbeiten im Jahre 1987 lassen den Schluss zu, dass die Kirche mehrmals durch Brand und andere äußere Einwirkungen beschädigt und wiederaufgebaut wurde.

Ausführliche Informationen finden Sie im Info-Flyer der Kirche.

Das Grab von Beethovens Großvater

In der Kirche liegt Johann Heinrich Keverich begraben, so heißt es – eine Grabplatte ist nicht vorhanden. Keverich stammte aus Ehrenbreitstein und war Oberhofkoch des Kurfürsten und Erzbischofs von Trier, Johann IX. Philipp von Walderdorff aus Molsberg. Das Interessante aber ist: Keverich war auch der Großvater des Musikgenies Ludwig van Beethoven.

Davon weiß auch Bernd Schrupp in einem Artikel zur Stadtgeschichte zu berichten, den man auf der Website der Stadt Montabaur findet.

Tipp

Eindrucksvoll ist das Innere der Kirche sowie der Außenbereich mit den alten Linden und Grabplatten. Ein Besuch lohnt sich!

Sehenswertes um die Ecke

In der Nähe des Ortes Richtung Bilkheim liegt das kleine Wasserschloss Hof Neuroth.

Tourist-Information WällerLand am Wiesensee (TiWi)

Winner Ufer 9
56459 Stahlhofen am Wiesensee

Telefon +49 (0) 2663 291-494
Schicken Sie uns eine E-Mail

Öffnungszeiten Sommer/Herbst (Apr.–Okt.)

Montag – Freitag 10–17 Uhr
Samstag 13–17 Uhr
Sonntag 10–18 Uhr

Öffnungszeiten Winter/Frühjahr (Nov.–März)

Montag – Freitag 11–16 Uhr
Sonntag 11–16 Uhr

Info-Point Tourist-Information WällerLand | Kulturbüro Westerburg

Marktplatz 6
56457 Westerburg

Telefon +49 (0) 2663 291-495
Schicken Sie uns eine E-Mail

Info-Point

Der Info-Point ist werktags durchgehend von 8 Uhr bis 18 Uhr geöffnet.

Bürozeiten Kulturbüro Westerburg

Montag – Freitag (ganzjährig)
9–12 Uhr und 13–16 Uhr

 WällerLand im Verbund mit dem Westerwald-Touristik-Service
© 2022 WällerLand. Alle Rechte vorbehalten.

Raus in die Natur!

Wer ins WällerLand kommt, der spürt sofort: Hier ist die Natur zu Hause – und die will erkundet werden! Allein, zu zweit, in Gruppen, zu Fuß oder zu Rad. Und die Erholung stellt sich ganz schnell ein.

E-Bike-Verleih