© Sabine Dörner

Hoch über Westerburg thront das Schloss

„Hier ein Tal, recht breit und schön.
Da soll eine Stadt mal stehen.
In der Mitte – Steinkoloss
Darauf wächst dereinst ein Schloss.”

Mit diesen Zeilen aus einem Heimatgedicht von Friedrich Schweitzer sind die Lage der Stadt als auch die Dominanz des Schlosses im Stadtbild beschrieben. Das Schloss gehört ebenso wie die 1906 erbaute Eisenbahnbrücke zu den Wahrzeichen der Stadt.

Die Anfänge

Das Schloss Westerburg, erstmals beurkundet im Jahr 1192, aber wohl schon früher erbaut, befindet sich in der Stadt Westerburg und ist, von Limburg kommend, schon weithin zu sehen. Es basiert auf einer Burganlage aus dem 12. Jahrhundert.

Herrscher im Mittelalter

Diese gehörte zunächst den Grafen von Leiningen und kam durch die Ehe von Siegfried III. von Runkel mit einer Tochter aus dem Hause der Leininger zu Beginn des 13. Jahrhunderts an die Herren von Runkel.

In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts wurde die Burg Sitz der Herren von Westerburg, die sich spätestens im Jahre 1288 mit Heinrich I. von Westerburg endgültig vom Hause Runkel abspalteten.

Die Westerburg hatte 1270 Heinrich I., ein Sohn Siegfried II. übernommen, während sein Bruder die Burg Runkel erhielt. Seit 1274 nannte sich Heinrich ausschließlich nach der Westerburg und nahm auch das Westerburger Wappen in sein Siegel auf: ein goldenes Kreuz im roten Feld, die Ecken mit je fünf goldenen Kreuzchen belegt.

Die Burg wurde im Laufe der Zeit wesentlich erweitert und umgebaut und war lange Zeit Residenz eines Zweiges der Grafen zu Leiningen-Westerburg.

Wechselnde Besitzverhältnisse

Diese Linie erlosch jedoch bereits Ende des 16. Jahrhunderts ganz in die Hände der Schaumburger – so der Historiker Hellmuth Gensicke. Erbfälle, Verpfändungen und Tauschgeschäfte führten zu immer neuen Teilungen und wechselnden Besitzverhältnissen innerhalb der sich stark verzweigenden Leininger Linie. Ende des 18. Jahrhunderts gehörte die Burg dann den Neuleinigern, in deren Besitz sie auch nach dem Reputationshauptschluss von 1803 verblieb. Erst als mit Gräfin Seraphine Franziska Barbara Christine 1874 der nassauische Ast der Neuleiniger Linie erlosch, kamen Besitz und der Geschlechtsname in der Herrschaft Westerburg an die Altleininger Linie.

Die Nordostecke und die Nordfront der Anlage dürften die ältesten, heute noch bestehenden Abschnitte sein. Sie enthalten die Burgkapelle und stammen vermutlich aus dem frühen 13. Jahrhundert. Das Gebäude, in dem sich der große Saal befindet, wurde zwischen 1476 und 1483 fertiggestellt.

Die übrigen heute vorhandenen Teile der Anlage stammen aus dem 18. Jahrhundert.

Das Schloss im 20. Jahrhundert

Bis ins ausgehende 20. Jahrhundert war das Schloss im Besitz der Familie Leiningen–Westerburg.  Nach dem Ersten Weltkrieg wurde es vom Bund Deutscher Jugend als Erholungsheim und Jugendherberge genutzt, auch eine Weberei wurde eingerichtet.

Nach 1933 beherbergte es ein „Landschulungslager“ und wurde während des Krieges als Kinderheim im Rahmen der Kinderlandverschickung genutzt. Nach 1948 wurde das Schloss weiterhin als Erholungsheim für Kinder verwendet. 1962 richtete die „Lebensabendbewegung“ ein Altenheim ein.

Schließlich verkaufte es Graf Konrad an einen Privatmann.

Heute: Restaurant und Schulungsort

Das Schloss Westerburg befindet sich heute in Privatbesitz und beherbergt mit MediCastle ein Zahnmedizinisches Institut mit Schulungszentrum und Zahnarztpraxis.

Neben dem Weinkeller und Restaurant „Semper Frey“ bietet gerade der romantische Schlossgarten ein reizvolles und lohnendes Ausflugsziel.

Auch die liebevoll renovierten Säle im Obergeschoss können sowohl für familiäre Feste wie Hochzeiten und Geburtstagsfeiern als auch gewerblich für Seminare genutzt werden. Mittlerweile sind sogar standesamtliche Trauungen auf dem Schloss möglich.

Mehr Informationen findet man auf der Website des Schloss Westerburg.

Viele wunderschöne Fotos

Viele Fotografen haben ihre Freude an dem Motiv des Westerburger Schlosses samt Kirche – wir sagen Danke an Uwe Rose und Tatjana Steindorf.

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