© Sabine Dörner

Auf Entdeckertour bei den Riesen

Er ist so schön und gut aufbereitet, dass er gleich eine Urkunde bekommen hat: der Rundweg „Watzenhahner Riesen“. Er befindet sich auf dem Gebiet der Verbandsgemeinde Westerburg.

Diese „GeoRoute“ im Nationalen Geopark Westerwald-Lahn-Taunus gehört zu den Wäller Touren und trägt auch das Qualitätssiegel „Entdeckertour“ im Rahmen von „Wanderbares Deutschland” (Deutscher Wanderverband e.V). Bei der Urkundenübergabe in Düsseldorf war Matin Rudolph (WällerLand Touristik) dabei.

Hintergrund zu den Entdeckertouren

Das Besondere an dem neu geschaffenen Konzept „Entdeckertour“ ist: Es sind Rundwanderwege mit Informationspunkten, an denen die örtliche Geschichte und Geschichten sowie geologische Besonderheiten für Besucher erlebbar werden.

An der Planung und Ausarbeitung der Entdeckertour waren Christoph Eul (Nauort), der Nationale Geopark Westerwald-Lahn-Taunus sowie Roger Lang vom Landesamt für Geologie und Bergbau in Mainz beteiligt. Das Team von Liane Jordan vom Deutschen Wanderverband e.V. (DWV) in Kassel wiederum hat ein neues Qualitätssiegel für Wanderwege mit dem Namen Entdeckertour entwickelt. In enger Zusammenarbeit mit den Planern aus dem Westerwald wurden Kriterien abgestimmt und Erfahrungen ausgetauscht.

Nach erfolgreicher Zertifizierung im Frühjahr 2022 wurden gleich zwei Entdeckertouren -ؘ die „Watzenhahner Riesen“ in der VG Westerburg sowie „Basalt und Buntmetalle“ in der VG Asbach – als „Wäller Touren“ ins Marketing des Westerwald-Touristik-Service aufgenommen und gehören nun zu den Höhepunkten des regionalen Wanderangebotes.

Am 31. August und am 1. September wurden die neuen Wanderwege von Liane Jordan auf einer  Messe in Düsseldorf dem Wander- und Fachpublikum vorgestellt. Als erste Wanderwege in Deutschland konnten die beiden GeoRouten als „Entdeckertouren“ zertifiziert werden. Besonders betont wurde der hohe Erlebniswert durch die zahlreichen neuen Informationspunkte sowie die spannenden Geotope wie beispielsweise die Steinformation der Watzenhahner Riesen und der Kranstein in der VG Westerburg, wurde betont.

Für Wanderer: Der Rundweg „Watzenhahner Riesen“

Das Waldgebiet auf dem Höhenrücken des Watzenhahns hat es in sich. Viel Atmosphäre bis hin zum Gänsehauterlebnis – verwaiste Spuren des Abbaus von Bodenschätzen und alte Sagen treffen hier auf der Westerwälder Anhöhe zusammen.

Ende Juli 2022 wurde der knapp 14 Kilometer lange, moderate Rundweg „Watzenhahner Riesen“ eröffnet, der sich in der Verbandsgemeinde Westerburg befindet und 325 Höhenmeter zählt.

Die Reise zu den Riesen

Viel Wald, Basaltformationen und wunderbare Ausblicke bieten sich und die schönsten Geschichten tun sich auf.

Der Weg zu den Riesen beginnt am Kranstein, wo das Naturdenkmal Vulkanschlot sozusagen als Tür dient. An rund 13 Infopunkten gibt es wissenswerte Infos und Sagen zur Geologie, Tonabbau, Basaltkirche, Raubritter und vieles mehr. Würdevoll und in majestätischer Stille gewähren die Watzenhahner Riesen dem Wanderer schließlich eine Audienz. Diese Basaltsäulen wirken wie Giganten, die ihre Köpfe zusammenstecken.

Falls sie einst einen Ratschluss verkünden, wird das sicher noch Hunderte von Jahren auf sich warten lassen, denn ihre steinernen Gesichter wirken sehr verschlossen.

Start und Markierung

Startpunkt des mittelschweren Rundwegs ist offiziell der Parkplatz Kranstein an der K 95 bei Weltersburg in Richtung Willmenrod. Ebenso bietet sich Girkenroth an, Willmenrod und Berzhahn, die beide über die Bahnlinie RB90 von Limburg oder Siegen aus erreichbar sind. Die Georouten-Markierung ist grün-weiß und zeigt neben dem Namenszug eine weiße, geschwungene horizontale Linie auf einem grünen Kreis.

Mehr Infos

Mehr Infos zu dem Rundweg über qr-kultur.de (Watzenhahner Riesen) oder im Prospekt „Wäller Tour“, Kontakt zur Tourist-Information WällerLand am Wiesensee, www.waellerland.com,, Telefon 02663/291-494.

Tipp: Wer sich hier wohlfühlt, sollte noch die Besonderheiten des sich anschließenden hessischen Teils kennenlernen mit Keltenburg, Blasiuskapelle oder Ewigem Eis. (tast)

 

 

Raus in die Natur!

Wer ins WällerLand kommt, der spürt sofort: Hier ist die Natur zu Hause – und die will erkundet werden! Allein, zu zweit, in Gruppen, zu Fuß oder zu Rad. Und die Erholung stellt sich ganz schnell ein.

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