© Sabine Dörner

Der Stöffel-Park wird zum Garden of Delight

Es ist so still auf dem Platz vor der Schmiede im Stöffel-Park. Michael Jung stimmt noch die Gitarre, der Geiger Dominik Roesch guckt mit ernstem Gesicht auf den Boden, auf Schlagzeuger Phil Seibert macht erst einmal nur das Schild „Bitte nicht füttern“ aufmerksam – und das Publikum vor Garden of Delight schweigt. Und dann geht es zur Sache!

Keine drei Takte braucht es, da packt einen der Rhythmus schon, und die Stimmung ist bestens. Energiegeladen springt und hüpft Dominik beim Spielen auf und nieder, er scheint seine ganze Kraft an die Zuschauer zu verschwenden. Und die lieben ihn dafür.

Fans in ganz Deutschland

Alle Altersstufen sind vertreten und viele echte Fans. Manch einer versucht, alle Auftritt von ihnen mitzunehmen. Das weiß auch Claudius Leicher, der die Band im Westerwald promotet und hier ihre Veranstaltungen organisiert. Zu hören sind G.O.D. aber nicht nur in der Region. Sie sind in ganz Deutschland unterwegs – und die Autonummernschilder zeigen, dass die Zuhörer wiederum nicht nur aus WW, sondern auch aus Siegen, Kassel, Wiesbaden oder Mannheim kommen.

Irish Folk “plus”

„Sie waren auch schon mal auf Irland-Tour“, erinnert sich Claudius. Rund 24 Jahre gibt es G.O.D., sie stehen für mitreißende irische Klänge, die meist zum Tanzen einladen, und die sich immer wieder mit neuen Stilrichtungen verbinden. „Mal etwas von ACDC, mal Reggae, mal Piratensound, Country, mal neue, technische Klänge“, meint Claudius Leicher. Beim neuesten Album „Nufolk“ spielten sogar Poprhythmen hinein und sphärischer Sound wie in Elektronischer Musik wird aufgenommen. Komponist Michael Jung scheint Stillstand nicht ertragen zu können. Es mag vergleichbar sein mit einem Winzer, der Weine verschneidet, oder einem Röstmeister, der neue Kaffeebohnen-Mischungen kreiert.

Eine gute, gemeinsame Zeit

Eins ist auch bemerkenswert: Viele Kinder hat Garden of Delight schon erreicht, denn ihre Familienkonzerte waren und sind immer eine Möglichkeit, mit allen, ganz „inklusiv“, gemeinsam Musik und eine entspannte Zeit zu erleben. Und wenn man heute bei 20- bis 30-Jährigen oder deren Eltern den Namen der Band erwähnt, werden Jungenderinnerungen wach und Freude kommt auf.

Oftmals trat die Gruppe schon auf dem Rathausplatz in Westerburg auf. Das Album „Rebels, Roses & Celts“ (2005) dürfte noch bekannt sein – oder „Finnegan und der Kobold“ (2009). Etliche andere Veröffentlichungen kamen vorher und nachher dazu. Die Besetzung änderte sich, aber der Komponist Michael M. Jung und Dominik Roesch blieben.

Hier ist jeder freigebig

Garden of Delight geizen bei ihren Konzerten nicht mit Songs – und der Stöffel-Park ließ sich auch nicht lumpen: Bevor die Musik startete, wurden kostenlose Führungen fürs Publikum angeboten, die Gästeführer Egon Negd übernahm, der immer wieder gerne für interessierte Gäste samt Kindern da ist. Auch Catering von DD Die Idee wurde angeboten.
Es bleibt zu hoffen, dass die Irish-Folk-Pop-Celtic-Rock-Rebellen noch mit vielen Konzerten ihre Mitmenschen in Schwung versetzten – und so allen immer wieder eine gute Zeit, Gemeinschaftserlebnisse und weiterhin tolle Erinnerungen schaffen. Spätestens am St. Patrick‘s Day im März in Horhausen gibt es Gelegenheit dazu.

(Text und Foto: Tatjana Steindorf)

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