© Sabine Dörner

Kultur hoch 2: Wandelkonzert und Pleitejazz

Anregend, unterhaltend, bewegend sind zwei  Kulturangebote Anfang Juli im Stöffel-Park gewesen: Ein Wandelkonzert und im Anschluss das Hörstück “Der Pleitejazz” wurde geboten. 

Publikum ging auf die Musiker zu

Schüler des Landesmusikgymnasiums Rheinland-Pfalz, Montabaur (LMG) traten zunächst mit drei Ensembles im Stöffel-Park auf – und zwar an verschiedenen “Hörplätzen”. Der Eintritt war für die Besucher sogar frei. 

Das Gitarrenensemble „Cantomano“  ist preisgekrönt und stand kurz vor seiner Konzertreise nach Griechenland. Geleitet wird es von dem hervorragenden Gitarristen Volker Höh. Sie beeindruckten mit ihren warmen und harmonischen Klängen im Tertiärum. Sängerin Lisa Wunderle trat für Lieder wie „No roots“ und „All about that bass“ ans Mikrofon.  

Das Blechbläserensemble unter der Leitung von Martin Balser stand auf der Basaltbühne bereit und spielte Titel wie ein munteres Preludio Nr. 1 von Traugott Fünfgeld und lockere und swingende Titel wie „Yellow Submarine“ und „Get the Blues“ (Johannes Schmidauer). 

Auch die Flötist:innen beeindruckten. Das Querflötenensemble „flautastique“ beweist immer wieder sein Können und überzeugte auch die Gäste im Stöffel-Park. Seine Leiterin ist Karoline Schaeferdiek. 

Auch ein modernes Stück hatten die Schüler zu bieten: Ian Clarkes „Within“ lebt von lautmalerischen Elementen. Klänge wie Wind und Bienengesurre, kratzende Geräusche oder stark rhythmische Einschübe gehörten zum Vortrag. Das war faszinierend und ein tolle Überleitung für die, die im Anschluss das dadaistische Hörstück “Pleitejazz” erleben wollten. 

Der Pleitejazz – Ein Hörstück mit großartigen Mitwirkenden

Das Dada-Stück „Der Pleitejazz“ wurde 1919  von Paul van Ostaijen geschrieben. Es ist ein mit Konventionen brechendes Stück, das von einer Zeit geprägt wurde, die ohne Sinn und Verstand alle Werte über Bord warf, wo Leben zerbrach: der Erste Weltkrieg.

Es gibt Parallelen zu heute: Auch der Krieg in der Ukraine ist unbegreiflich. Und Werte scheinen sich oft zwischen Klimakatastrophe und Gier aufzureiben…  Außderdem: Warum kleben sich Klimaschützer fest und nicht die Neonazis? Wie passen Kapitalismus und Nachhaltigkeit zusammen? Diese Fragen machen einen wirr. Da kann Dada nur helfen. 

Christoph Maasch –  Schauspieler, Regisseur, Sprecher – steuerte seine Stimme, Mimik und Gesten bei, um den Text höchst leidenschaftlich vorzutragen. 

Mit Drehaschenbechern, Eierschneidern oder Wassergläsern musizierte etwa Eva Zöllner, die natürlich auch zu ihrem Hauptinstrument, das Akkordeon, griff. Sie ist eine musikalische Weltenbummlerin, die zeitgenössische Werke mag und ihr Zuhause im Westerwald hat.

Der Schlagwerker und Vibrafon-Solist Stefan Kohmann, der am Landesmusikgymnasium in Montabaur lehrt, ist eine weitere musikalische Größe. Und Saxofonist Andreas Steffens ist auch als Komponist für Theater-, Film- und Hörspielmusiken tätig. 

Ihre Kunst führte auf skurrilen Wegen durch das  anregende Stück, das viele Fragen offen ließ. Was natürlich das Nachdenken fördert. Und davon profitiert doch jeder.  

(Text und Foto: Tatjana Steindorf) 

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